Inbetriebsetzung Ceneribasistunnel

Anders als sein grosser Bruder Gotthard kann der Ceneribasistunnel nicht mit den gleichen Superlativen aufwarten. Zwei Bahntechnikgebäude, zwei getrennte Tunnelröhre von je 15 Kilometern Länge, trotzdem hatte es die Inbetriebsetzung in sich. Anders als der Gotthard verfügt der Ceneribasistunnel über keine grossen Zufahrtsstrecken. Das Portal der Südseite grenzt sogar unmittelbar an die alte Stammlinie. Im laufenden Bahnbetrieb Testfahrten und Fertigstellungsarbeiten durchführen, eine echte Herausforderung, zumal noch mit all den Corona-Massnahmen und innert sechs Monaten. In Zahlen: 423 Einsätze, 7356 Einzeldossiers an 1116 Testbeteiligte, 2310 Zugfahrten und 40'970 km zurückgelegte Kilometer.

1/8

2310

Zugfahrten

40970

gefahrene Kilometer

7356

Einzeldossiers

1116

Testbeteiligte

Unsere Leistungen im Detail

Das Projektbüro Inbetriebsetzung als Dreh- und Angelpunkt der Inbetriebsetzung, hier laufen alle Fäden zusammen. Testreihen werden besprochen, protokolliert, Termine festgelegt und abgestimmt mit anderen Testnachweisteams. Von der Grobplanung geht es dann an die Detailplanung der schichtscharfen Planung. Drehbücher sind zu prüfen, Züge zu organisieren, Trassen und Sperrungen von Gleisen zu planen, das Ausschalten von Fahrstromanlagen in die Wege zu leiten, bei Bedarf Sicherheitskonzepte zu verfassen und besondere Bedarfe der Testnachweisteams aufzunehmen. Eingriffe an Anlagen sind abzustimmen und am Ende alle zu informieren über die einzelnen Tests. Diese ungeheure Menge an Daten wird im eigenen Planungstool PLATIN bewirtschaftet, aktualisiert, für den Versand aufbereitet, versandt und archiviert.

Eines hat der Ceneri seinem grossen Bruder voraus. Er bringt zusätzlich die Städte Locarno und Lugano einander näher über das neue Verbindungsgleis.